Resolution zum Erhalt des Naturparks Steigerwald

Der Steigerwald ist eine der schönsten Urlaubsregionen Frankens.

Die Buchenwälder des nördlichen Steigerwaldes mit zum Teil 200jährigen Baumriesen in den Staatsforsten von Hundelshausen, Fabrikschleichach und Ebrach beherbergen ein großes Artenspektrum von Tieren und Pflanzen, das Ergebnis einer langjährigen, naturnahen Waldbewirtschaftung aller regionalen Waldbesitzer.
Der Steigerwald ist seit 1973 ein Naturpark. Er erstreckt sich über die Regierungsbezir-ke Oberfranken, Unterfranken und Mittelfranken. Rund die Hälfte seiner Fläche steht unter Landschaftsschutz.
.Aufgrund dieser Artenvielfalt und der besonderen Verpflichtung Deutschlands, die Buchenwälder innerhalb der EU zu schützen, wurde eine große Fläche des Steigerwalds in das „Natura 2000“-Schutzgebietsnetz der EU einbezogen.
Darüber hinaus gibt es im Steigerwald bereits jetzt sechs Naturwaldreservate mit einer Fläche von 193ha. Weitere zwei Naturwaldreservate mit einer Größe von 130 ha sol-len ausgewiesen werden, darunter auch die überregional bekannte Waldabteilung „Kleinengelein“ bei Rauhenebrach. In diesen Reservaten ist jegliche Nutzung untersagt. Sie werden deshalb auch als die „Urwälder von morgen“ bezeichnet und dienen der Forschung und Bildung, genau wie ca. 30 weitere Buchennaturwaldreservate, die über ganz Bayern verteilt sind.
Sechs ausgewiesene Naturschutzgebiete im Steigerwald ergänzen das Spektrum eines verantwortungsvollen Umganges mit der Natur. Der Steigerwald ist ein Beispiel einer gelungenen Symbiose zwischen Schutz und Nutzung der Natur.
Es besteht kein Grund daran etwas zu ändern, denn der Steigerwald ist bereits geschützt (Naturparkverordnung, FFH- Gebiet, Bay. Waldgesetz).
Ein weiteres Schutzgebiet ist nicht erforderlich!
Wir brauchen und wollen keinen Nationalpark im Steigerwald!
Der Naturpark Steigerwald soll in seiner jetzigen Art erhalten werden, mit einer naturnahen verantwortungsbewussten Waldbewirtschaftung, zu der das Unternehmen Baye-rische Staatsforsten und alle Waldbesitzer verpflichtet sind.
Die Ausweisung eines Nationalparks im Steigerwald wäre mit einem massiven Strukturwandel in der Region verbunden, den die betroffenen Bewohner nicht hinnehmen wollen.
Landwirte, Jäger sowie Waldbesitzer befürchten erheblich negative Auswirkungen. Viele Arbeitsplätze in der Holzwirtschaft wären gefährdet. Den holzverarbeitenden Betrie-ben des Steigerwald würde der Standortvorteil genommen. Wenn man große Waldbe-reiche aus der Nutzung nimmt, würde man damit auch auf große Resourcen nach-wachsender Rohstoffe verzichten.
Die Bevölkerung der Kernregion wäre der Verlierer.
Das ist die Sicht der Mehrheit der betroffenen Bewohner des Steigerwaldes.
Wir bitten deshalb die Staatsregierung den Steigerwald auch weiterhin als Naturpark zu erhalten und zu fördern.

Leave a Reply

Your email address will not be published.