kleiner-eisvogelVorstandsmitglied der GDK und Professor der Uni Trier, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Müller, referierte anlässlich der Hegeschau in der Maintalhalle zum Thema „Nationalpark, Weltkulturerbe und persönliche Denkmäler – mit Ergebnis orientiertem Artenschutz gegen Ökopopulismus“. Er verdeutlichte dabei, dass er keinen Grund für die Ausweisung eines Nationalparks erkennen könne.

Müller führte dazu aus, dass die als Grund für den Nationalpark angeführte Buche aus biosozialer Sicht in keinster Weise weitere Vorkehrungen zum Artenschutz brauche. Im Gegenteil sei dieser Einwanderer der am meisten genutzte Bewohner unserer Wälder. Der Wissenschaftler sieht im Allgemeinen keinen Bedarf für einen weiteren Schutz der Biota des Steigerwalds. Weiterhin stellt er fest, dass auf Grund der bestehenden Regelungen der Artenschutz bereits umfassend geregelt sei. Der Erhalt nahezu aller Arten sei momentan gegeben. Die stetige evolutionäre Entwicklung der Natur sei in keinem Fall als negativ oder unnatürlich anzusehen.

Eine Absage erteilte er auch der Theorie die Natur innerhalb eines Nationalparks würde sich vollkommen selbstständig regulieren. Im Gegenteil sei beispielsweise eine Jagd weiterhin notwendig.

Die Bestrebungen einen Nationalpark einzurichten, bezeichnete Müller, einem Bericht der MainPost zu Folge, als Ökopopulismus. Bei den Handelnden fehle es ihm zudem an Glaubwürdigkeit. „Ein Schild und ein Emblem bringen noch lange keinen Artenschutz“ so Müller, der sich im Rahmen seines Referats selbst als einen Steigerwaldrebellen bezeichnet.

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