Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur sind zu mindern. Die Suche nach Konzepten steht an vorderster Stelle auf nationaler wie internationaler politischer Ebene. Gerade von namhaften Umweltverbänden wird gefordert, mehr für die CO2-Einsparung zu tun. Die Ausweisung eines Nationalparks Steigerwald von vorerst 11.000 ha, steht dem diametral entgegen! Warum?
In einem Nationalpark findet keine Holznutzung statt. Es wird ein Waldzustand angestrebt, in dem Werden gleich Zergehen ist. In so einem Fall wird kein CO2 mehr gebunden. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen dem CO2, das durch wachsende Bäume gebunden und dem das durch Zersetzung abgestorbener wieder freigesetzt wird. Der Steigerwald ist heute eine CO2-Senke. Denn jedes Fenster, jede Treppe und jedes Dach aus Steigerwald-Holz entzieht der Atmosphäre CO2 – bei einem Holzbalken sind dies mithin mal 100 Jahre (siehe Fachwerkhäuser). Auch bei der Verwendung von Holz als Brennstoff wird CO2 vermieden, das durch den alternativen Öl, Gas oder Stromeinsatz entstünde. Sicherlich ließen sich die ca.3.000 LKW-Ladungen Holz, die jährlich nicht mehr zur Verfügung stünden, durch Holzeinschlag andernorts, etwa im östlichen Ausland oder in den Tropen, ersetzen. Zur Folge hätte dies aufwändige, zusätzlich CO2 Transporte. Zudem bestünde im Ausland die Gefahr von zerstörendem Waldbau (Übernutzung, Rodung). Wenn der Werkstoff gar durch Kunststoff, Beton, Stahl etc. ersetzt würde, wären die Klimafolgen noch drastischer.
Keine Holznutzung ist auch für den Artenschutzes nicht zielführend.
Wenn es nicht gelingt, den Klimawandel soweit zu verlangsamen, daß sich die Arten noch anpassen können, werden viele unweigerlich auch aus unserer Heimat verschwinden. Effizienter Artenschutz bliebe eine Illusion. Die nachhaltige Holznutzung im Steigerwald dient schon jetzt den Klima- und Artenschutzzielen gleichermaßen. Ich meine, wir können uns den Unsinn nicht leisten, unsere Wälder aus der Nutzung zu nehmen und Teak- und Mahagonihackschnitzel aus dem brasilianischen Tropenwald einzuführen, um unsere Heizwerke und Holzöfen zu versorgen (vgl. Biosprit aus Palmöl). Es ist konsequentes Handeln entsprechend der Ziele dem Kyoto-Protokolls angesagt.

Thomas Hümmer, Umweltreferent

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