Falsche Meldungen des Bund Naturschutz

Liebe Freunde des Steigerwalds, der Bund Naturschutz und seine Anhänger versuchen weiterhin mit grotesken Argumenten Propaganda für einen Nationalpark im Steigerwald zu machen. Dazu gehört z.B. eine Pressemitteilung, die in den Zeitungen verbreitet und im Rundfunk gesendet wurde. In ihr wird gefordert, der Forstbetrieb dürfe keine Buchen mehr unter 80 cm Stammdurchmesser fällen, über 80 cm aber auch nicht, weil diese dann geschützt seien. Siegfried Ständecke, Bürgermeister von Michelau im Steigerwald, hat folgende Mitteilung an den Bayerischen Rundfunk und dpa gesandt. Die Nachrichtenmeldung wurde daraufhin eingestellt.

Sehr geehrte Damen und Herren!
Überlegen Sie bitte mal, was Sie soeben für eine Nachricht des Bund Naturschutz verbreitet haben: Der BN unterstellt dem Staatsforstbetrieb Ebrach, dass er absichtlich die Entwicklung des Waldes (seine eigene Existenzgrundlage!) zerstört, indem er dort Buchen mit einem Stammdurchmesser von 60 – 80 cm fällt. Bei einem Stammdurchmesser von 80 cm wären diese Buchen nämlich geschützt. Das soll in einem Waldgebiet „Hoher Buchener Wald“ stattfinden.
Was der Forstbetrieb macht, ist doch selbstverständlich. Das ergibt sich doch schon aus der Meldung. Wenn der Forstbetrieb keine Buchen mehr fällen soll, die noch keine 80 cm Durchmesser haben, dann kann er keine mehr fällen und das würde ja wohl einer Einstellung des Forstbetriebs bzw. der Holzgewinnung gleich kommen. Woher soll denn dann das Holz für all die schönen, gesunden, klimafreundlichen und hochwertigen Produkte aus Holz her kommen – aus den Tropenwäldern?

Der BN erwähnt nicht, dass es sehr wohl Buchen und andere Bäume in dem Wald gibt, die über 80 cm Durchmesser haben und als Biotop- oder Methusalembäume geschützt sind. Im Ebracher Forst gibt es mehr solcher Bäume als in anderen Wäldern.

Ein Waldgebiet mit dem Namen „Hoher Buchener Wald“ gibt es überhaupt nicht. Gemeint ist der „Ebracher Forst“. Dort findet eine international anerkannte, vorbildliche, nachhaltige Forstwirtschaft statt, die der ehemalige Forstexperte des BN, Herr Ulrich Mergner, als Forstbetriebsleiter verantwortet. Es gibt überhaupt keine Zweifel an der biologischen Hochwertigkeit dieses Waldes und seiner großen Bedeutung für Natur, Klima und unsere Gesellschaft. Wir sind uns dessen bewusst und unterstützen alles, was zu seinem Erhalt beiträgt.

Der Bund Naturschutz versucht seit mehr als 10 Jahren in diesem Wald großflächig (17.000 ha) die Holznutzung zu verhindern. Er will das dort seine Biologen forschen und er damit Propaganda für sich machen kann. Die Menschen vor Ort würden dadurch den Einfluss und den Zugang zu dem Wald verlieren, den sie über Generationen hinweg gestaltet haben. Außerdem wehren sie sich gegen Experimente mit dem Wald. Sie wollen nicht, dass ihr Wald zu einem „Freiluftlabor für den Klimawandel“ wird, in dem man interessiert aber tatenlos zusieht, wie er durch den beschleunigten Klimawandel zerstört wird. Der Bund Naturschutz will genau das, was seit 50 Jahren im Bayerischen Wald stattfindet.

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Bayerischer Wald, 20.000 ha zerstörter Wald der sich nur langsam wieder erholt.

Der Bund Naturschutz und seine Anhänger scheuen keine noch so abgründige Propaganda. Sie haben bereits mit allen juristischen Mitteln versucht, ihr Ziel zu erzwingen. Gerade um das betreffende Waldgebiet gab es Gerichtsverhandlungen durch alle Instanzen, die bekräftigten, dass der Forstbetrieb Ebrach rechtmäßig handelt. Mit seiner neuen Fake-Kampagne stellt der Bund Naturschutz die Forstarbeiter, Sägewerkbesitzer, Holzverarbeiter und alle Menschen im Steigerwald die heimisches Holz nutzen, fast schon als Kriminelle hin. Das ist ungeheuerlich und hat absolut nichts mit Natur- oder Klimaschutz zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Ständecke
1. Bürgermeister, Michelau i. Stgw.