„Eine Sternstunde im Steigerwald“

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Trägerverein Zentrum-Nachhaltigkeit-Wald gegründet

Großer Zuspruch von Kommunen und Fördermitgliedern

Oskar Ebert, Bürgermeister von Rauhenebrach und frisch gewählter zweiter Vorsitzender des Trägervereins für das „Zentrum-Nachhaltigkeit-Wald“ (ZNW) im Steigerwald in Handthal, bezeichnete es als eine „Sternstunde im Steigerwald“. In Verbindung mit dem geplanten Baumwipfelpfad in Ebrach „wird eine ganze Region zusammenstehen, der Geist von Oberschwarzach wird als positiver Geist durch den Steigerwald ziehen“. Mit großem Zuspruch von Gemeinden, Landkreisen und Fördermitgliedern war kurz zuvor der Trägerverein im Sebastiani-Haus in Oberschwarzach gegründet und eine Vereinbarung zu Betrieb und Unterhalt des Zentrums mit dem Freistaat als Bauherrn unterzeichnet worden.

Der erste Vorsitzende des neu gegründeten Vereins, Schweinfurts Landrat Harald Leitherer und der regionale Projektleiter Stephan Thierfelder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schweinfurt sehen im Verlauf der Veranstaltung ein klares Signal: „Das große Interesse an der Versammlung und die Bereitschaft, sich im Trägerverein zu engagieren, zeigen, dass die Region hinter dem Projekt steht und die Beteiligten die regionale Entwicklung gemeinsam voranbringen wollen.“

Die Gründungsmitglieder ermächtigten den Vorstand, mit dem Freistaat Bayern als Bauherrn eine Vereinbarung zur Übernahme von Betrieb und Unterhalt des ZNW abzuschließen. Dafür sind jährlich 375000 Euro veranschlagt. Den Löwenanteil davon, nämlich die Personalkosten von 300000 Euro, trägt der Staat, den Rest übernehmen die ordentlichen Mitglieder.

Für den zweiten, dann öffentlichen Teil waren auch interessierte Bürger sowie Vertreter von Verbänden und Vereinen zugelassen. Sie erfuhren die Ziele des Trägervereins, den Stand der Planungen und die Möglichkeiten der regionalen Beteiligung. Außerdem ermunterte Thierfelder sie, als Fördermitglied beizutreten und damit den Trägerverein finanziell zu unterstützen. Die Mitgliedschaft kostet für juristische Personen (zum Beispiel Gemeinden) 120 Euro pro Jahr, für normale Personen 30 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen 10 Euro. Außerdem können sie sich in die Arbeit des ZNW aktiv einzubringen, sagte Thierfelder.

„Gedacht ist zum Beispiel daran, dass Sie sich in künftigen Arbeitskreisen zu Themen wie Dauer- und Wechselausstellungen, Veranstaltungsreihen oder Projekten im Außengelände und im Wald wie Erlebnistage und Führungen einbringen können“, sagte er. Zielgruppe sind Schüler- und Jugendgruppen, Fachleute wie etwa Waldbesitzer, Bürger, Verbände, Vereine und Verwaltungen und natürlich die Touristen. Damit auch die richtigen Leute an der richtigen Stelle sitzen, wird es einen Beirat geben mit den entsprechenden Fachleuten, die nach Pfingsten in der konstituierenden Sitzung des Vorstandes berufen werden. Gesucht werden anerkannte Persönlichkeiten etwa aus den Bereichen Wald- und Grundbesitz, Wirtschaft, Tourismus, Natur- und Umweltschutz, Wissenschaft sowie Schul- und Umweltbildung. Vorschläge können bis 20. Mai 2012 an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt übermittelt werden.

Weiterführende Informationen zum Zentrum-Nachhaltigkeit-Wald und zum Trägerverein finden sich unter www.aelf-sw.bayern.de in der Rubrik Aktuelles. Auskunft geben außerdem Stephan Thierfelder und Andreas Leyrer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schweinfurt, Tel. (0 97 21) 20 98 53.

24 Gründungsmitglieder

Unter den 24 Gründungsmitgliedern des Trägervereins sind die Landkreise Schweinfurt, Haßberge, Bamberg und Kitzingen sowie die Kommunen Oberschwarzach, Bad Windsheim, Gerolzhofen, Iphofen, Scheinfeld, Baudenbach, Burgwindheim, Ebrach, Geiselwind, Vestenbergsgreuth, Dingolshausen, Donnersdorf, Frankenwinheim, Michelau im Steigerwald, Oberaurach, Rauhenebrach, Schönbrunn und Viereth-Trunstadt sowie die Bayerische Forstverwaltung und die Bayerischen Staatsforsten.

Rund 40 Vertreter von Gemeinden, Landkreisen, Bayerischen Staatsforsten und Bayerischer Forstverwaltung waren zum nicht-öffentlichen Teil der Gründungsversammlung in das Sebastiani-Haus gekommen. Sie sind die ordentlichen Mitglieder, und nur sie wählen für jeweils drei Jahre den Vorstand. Als erste Amtshandlung beschlossen sie einstimmig die gemeinsam erarbeitete Satzung und wählten den zwölfköpfigen Vorstand des Vereins. Vorsitzender ist der amtierende Landrat des Kreises Schweinfurt, aktuell Harald Leitherer. Als zweiter Vorsitzender wurde Oskar Ebert, Gemeinde Rauhenebrach, gewählt, als Schriftführer Stephan Thierfelder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), als Kassier Ulrich Mergner vom Forstbetrieb Ebrach. Sie gehören von Amts wegen ebenso zur Vorstandschaft wie der Bürgermeister von Oberschwarzach, Josef Radler. Den Vorstand komplettieren MdL Gerhard Eck (Gemeinde Donnersdorf), Max-Dieter Schneider (Markt Ebrach), Claus Seifert (Stadt Scheinfeld), Thomas Sechser (Gemeinde Oberaurach), Ernst Nickel (Markt Geiselwind), Lothar Zachmann (Gemeinde Dingolshausen) und Heinrich Thaler (Burgwindheim).

Guido Chulec, MainPost