Rehwild:
Damwild(Foto: Damwild) Die heute vorhandenen, großflächigen Verjüngungen mit zahlreichen Mischbaumarten haben zu hervorragenden Bedingungen für Rehwild geführt. Aufgrund von weit überzogenen Vorstellungen über den an Forstpflanzen durch Rehwild verursachten Schaden wird das Rehwild regelrecht verfolgt. Diese rigorose Bejagung, zusammen mit dem Freizeitdruck und den guten Einständen bewirkten, dass Rehwild kaum noch in Anblick kommt. Daran wird sich durch die anhaltende, intensive Bejagung in Randgebieten eines Nationalparks in den nächsten 10- 20 Jahren auch nichts ändern.

Schwarzwild:
Die derzeitigen Lebensbedingungen sind im Steigerwald ideal: ruhige Einstände/ nahrungsreiche Laubholzböden/häufige Buchen- und Eichenmasten. Trotzdem besteht der Drang des Schwarzwildes in der Vegetations- und Reifezeit auf die Felder. Eine konsequente, artgerechte Bejagung ist besonders im Winter in den Haupteinständen erforderlich. Unterstellt man, dass zumindest im Kerngebiet nicht mehr mit der derzeitigen Intensität gejagt werden darf oder will, wird der Bestand und damit die Wildschäden ansteigen. Durch Saufänge, die weder von den Jägern noch von der Öffentlichkeit akzeptiert werden, ist eine Population nicht in den Griff zubekommen. Sollte durch Einschleppen Schweinepest auftreten, wird die Bekämpfung dieser Seuche in einem Nationalpark sicher problematisch.

Große Schalenwildarten:
Es ist vorstellbar, dass Rotwild von den Hassbergen her zuwandert. In einem Nationalpark ist Rotwild in waldverträglicher-, auch förderlichen Form sicher zu dulden. Bei einem weiteren Anstieg wird dann ein Bejagungskonzept notwendig, das zu ständigen Auseinandersetzungen mit den Angrenzern führt (siehe Bay. Wald)

Beutegreifer:
Mit Sicherheit werden Beutegreifer in einem Nationalpark nicht oder nicht mehr bejagt. Als Nahrungsuniversalist profitiert dadurch in erster Linie der Fuchs- verstärkter Druck auf Niederwild! Im Falle der Tollwut sind vorbeugende Maßnahmen im Nationalpark kaum zu erwarten.

Biber:
Gegen die Anwesenheit des Biebers im Steigerwald wäre aus Sicht der Jäger nichts einzuwenden. Eine Verbreitung auf die Bachläufe und Seen in der Nachbarschaft führt aber zu erheblichen Schwierigkeiten mit Teich- und Landwirten.

Flurschaden verursacht durch Schwarzwild auf der "Langen Wiese"

Schreiben Sie eine Antwort

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht